Um die beste Voraussetzung für eine gesunde Zucht mit gesunden Zuchthündinnen und dementsprechend auch mit gesunden Welpen zu haben, lassen wir unsere Zuchthündinnen vor Zuchtbeginn auf folgende Erbkrankheiten untersuchen.

Diese werden in Tierkliniken und Spezial Labore durchgeführt.Alle Untersuchungsergebnisse werden in den Ahnentafeln dokumentiert.

 

Patellaluxation (PL):
Unter Patellaluxation versteht man die Instabilität der Kniescheibe (Patella), welche deshalb aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkelknochen springen (Luxation) kann. Bei einem gesunden Kniegelenk ist die Kniescheibe fest in ihrer Position in der Gleitrinne. Weist das Kniegelenk eine Fehlstellung auf und / oder ist die Gleitrinne nicht tief genug kann die Kniescheibe spontan während der Bewegung aus der Gleitrinne springen. In leichten Fällen zieht der Hund das betroffene Hinterbein und macht einige Zwischenhüpfer. Dabei springt die Kniescheibe zurück in die Gleitrinne und der Hund läuft normal weiter. Es wird zwischen erblich bedingter Patellaluxation und einer Luxation durch äußere Einwirkung, z.B. einem Unfall, unterschieden. Weiterhin werden verschiedene Schweregrade unterschieden:
Grad 1: Gelegentlich auftretende Patellaluxation mit einhergehender gelegentlicher Lahmheit.
Grad 2: Häufiger auftretende Luxation mit zeitweise permanenter Lahmheit.
Grad 3: Permanente Patellaluxation, das Knie lässt sich manuell richten, luxiert anschließend jedoch erneut.
Grad 4: Permanente Luxation, das Knie lässt sich auch manuell nicht in den Rollkamm zurückschieben.


Augenuntersuchungen:
PRA =Retinadegeneration
Linsenluxation
Katarakt
Korneadystrophie
Distichiasis/ektopische Zilien
Ektropium/Makroblepharon
Entropium/Trichiasis
RD=Retinadysplasie
Hypoplasie/Mikropapille
MPP=Membrana Pupillaris Persistens

 

Hämophilie A
(Auszug und Erklärung von der Internetseite Laboklin)
Die Hämophilie A gehört zu den wichtigsten vererbbaren Blutgerinnungsstörungen in der Rasse Havaneser. Die Erkrankung ist auf einen Mangel oder eine reduzierte Aktivität des Faktors VIII zurückzuführen, der eine Schlüsselfunktion in der Blutgerinnungskaskade besitzt. Je nach Ausprägung des Faktor VIII-Mangels kommt es zu einer leichten bis schweren Blutungsneigung. Anzeichen einer Hämophilie sind größere Hämatome, Nasenbluten, Haut-, Muskel- und Gelenksblutungen. Schwere Verläufe nach größeren Verletzungen oder Operationen können ohne Therapie oder Prophylaxe tödlich verlaufen.

 

Kurzhaarträger ( Furnishing)
Vor einiger Zeit, sind immer öfters Kurzhaarige (Stockhaarige) Havaneser geboren. Dies ist ein gravierender Fehler in der Zucht und nicht etwa etwas besonderes .
Unsere Zuchthündinnen tragen NICHT das satin(unfurnished) Allel . Sie sind homozygot für das Furnishing-Allel und geben dieses an ihre Nachkommen weiter. Das heißt das sie reinerbig Langhaar sind. 

 

DNA-Profi
(Auszug und Erklärung von der Internetseite Laboklin)

Das DNA-Profil eines Tieres wird auch als genetischer Fingerabdruck bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Markierungsmethoden wie Mikrochips oder Tätowierungen kann es nicht manipuliert oder durch äußere Einflüsse, wie z. B. Verletzungen, zerstört werden. Es bleibt ein Leben lang unverändert.

Dieses DNA-Profil ermöglicht einerseits eine zweifelsfreie Identifikation, zum anderen kann durch den Vergleich des genetischen Fingerabdrucks der Familienmitglieder die Abstammung sicher nachgewiesen werden.

 

Maligne Hyperthermie

(Auszug und Erklärung von der Internetseite Laboklin)

Die Maligne Hyperthermie ist eine vererbte Fehlfunktion der Skelettmuskulatur, welche durch Rhabdomyolyse, generalisierte Krämpfe der Skelettmuskulatur, Herzrhythmusstörungen und Nierenfehlfunktionen charakterisiert ist. Diese Problematik entwickelt sich nach Exposition mit depolarisierenden Muskelrelaxantien oder halogenierten Inhalationsnarkotika. Die Hunde leiden nach der Gabe dieser Medikamente unter Tachykardie, Hyperthermie und erhöhter CO2-Produktion. Wenn die Medikamente nicht abgesetzt werden, sterben die betroffenen Hunde.

 

Makrothrombozytopenie (MTC)

(Auszug und Erklärung von der Internetseite Laboklin)

Makrothrombozytopenie (MTC) ist eine erbliche Störung der Bildung von Blutplättchen (Thrombozyten), die wichtige Funktionen bei der Blutstillung haben. Es wurden zwei Mutationen im ß1-Tubulin-Gen identifiziert, wovon eine einen rezessiven, die andere einen dominanten Erbgang aufweist. Das Anzeichen für eine erbliche MTC ist eine verringerte Anzahl von Thrombozyten, mit Werten zwischen 100.000 und 50.000 pro µl oder gar darunter. Zudem sind viele der noch vorhandenen Blutplättchen vergrößert. Bei heterozygoten Trägern der dominanten Mutation liegen die Werte zwischen denen von betroffenen und normalen Tieren, während Werte von Trägern der rezessiven Mutation nicht von denen der normalen Tiere unterschieden werden können. Betroffene Hunde neigen zwar nicht zu Blutungen, aber es besteht die Gefahr der Fehlbehandlung. Die oben genannten Anzeichen können auch für eine erworbene Thrombozytopenie gehalten werden, wie sie beispielsweise durch Infektionen, Medikamente oder Immunreaktionen ausgelöst werden kann. Da die Gabe von Antibiotika oder Steroiden bei der erblichen Makrothrombozytopenie kontraindiziert ist, sollte der Gentest als wichtiges Mittel zur Differenzialdiagnose eingesetzt werden.